Fünfzig Jahre voller Spannung – Ein Grund zum Feiern!
Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Wien wurde 1976 in der Zuversicht gegründet, dass technische Intelligenz, wissenschaftliche Neugier und Exzellenz wesentliche Beiträge zu einer besseren Zukunft leisten können.
Fünfzig Jahre später zeigt sich, wie vertraut manche Herausforderungen geblieben sind – und wie beeindruckend zugleich die Innovationskraft gewachsen ist, die von dieser Fakultät ausging. Generationen von Ingenieurinnen und Ingenieuren haben die Digitalisierung mitgestaltet, Automatisierungssysteme revolutioniert, die moderne Kommunikationstechnik geprägt, die Medizintechnik vorangebracht und entscheidende Impulse für die zukünftige Energieversorgung geliefert. Von den Grundlagen der Mikroelektronik und Photonik über Quantentechnologien bis hin zur künstlichen Intelligenz und nachhaltigen Energiesystemen hat die Forschung dieser Fakultät immer wieder bewiesen, dass technische Lösungen nicht nur Probleme beheben, sondern neue Horizonte eröffnen.
Im Zentrum dieser Erfolgsgeschichte steht der freie und zugleich harte Wettbewerb der Ideen – die Bereitschaft, jede Annahme, jedes Konzept und jede Lösung an der Realität zu messen. Diese meritokratische Haltung, gepaart mit interdisziplinärer Offenheit und internationalem Austausch, hat die Fakultät zu einem Ort gemacht, an dem aus Neugier und Verantwortungsbewusstsein eine gute Zukunft entsteht.
Blickt man fünfzig Jahre voraus, so wird manches, das uns heute sehr beschäftigt, vermutlich unverständlich und altmodisch erscheinen – ähnlich wie wir heute mit milder Nachsicht auf die Bemühungen des Jahres 1976 zurückschauen. Manche Wege, die uns heute als richtig und zukunftsweisend gelten, mögen sich als Irrwege oder lediglich als erste, unvollkommene Schritte erweisen. Gerade diese Einsicht bildet den bescheidenen und zugleich anspornenden Kern wissenschaftlichen und technischen Fortschritts: die stete Bereitschaft, die eigenen Überzeugungen immer wieder auf den Prüfstand der Realität und der Wahrheit zu stellen.
Möge der Blick des Jahres 2076 auf diese Fakultät ebenso respektvoll und positiv ausfallen wie der unsere heute. Mögen die Menschen hier auch künftig mit Offenheit, intellektueller Redlichkeit und dem festen Willen daran arbeiten, eine bessere Zukunft mitzugestalten – eine Zukunft, für die es sich lohnt, sich mit ganzer Kraft einzusetzen.
Norbert Goertz